Steinkulpturen

Akousis

Akousis

Stimmen, Geräusche, Musik, Klänge: die Welt ist voller Schwingungen. Wir nehmen die Klänge durch unseren Gehörsinn wahr. Im Gehörapparat werden Schwingungen im Corti-Organ durch die inneren Haarsinneszellen als Signal zum Gehirn weitergeleitet.
Erst wenn unser Gehörsinn beschädigt ist oder wir anderweitig beeinträchtigt sind, wird uns klar, wie wichtig dieser Sinn für unser Wahrnehmungsvermögen ist.

Die Welt ohne Klang stellt sich völlig anders dar. Orientierung und Raumgefühl sind unmittelbar durch das akustische Erleben einer Situation geprägt. Dazu sind viele unserer Assoziationen mit Klängen verhaftet.

Ein ständiger Wandel zwischen laut und leise, crescendo und decrescendo bestimmt unseren Alltag. Unser Gehirn schützt uns durch die Ausfilterung des Wesentlichen vor diesem Übermaß an akustischer Information. Zum Bespiel lässt uns nur die Gewöhnung an den Lärm einer Stadt das Alltagsleben dort ertragen. Im Laufe der Zeit kann das Wahrnehmen von kleinsten Geräuschen verloren gehen. Dass Übermaß führt so zu einer Sättigung, die unsere Wahrnehmung ändert.

Akousis (griechisch für Hörsinn) erinnert an dem Zustand vor dieser Gewöhnung. Breit grinsend beißt es eine Trompete deren Trichter mit Fell verkleidet sind. Ohrenschmaus, ein Hinweis die Ohren zu öffnen, Alltägliches neu zu entdecken und sich in die Welt der Klänge zu begeben, zu lauschen und so wieder neue Assoziationen zu finden.

Inmitten der Wolke

Schauen die Betrachtenden durch die um die Skulptur verlaufenden Öffnungen, entdecken sie das wiederkehrende Motiv. Ein Rund mit einem Steg – ein Symbol, welches die Verbindung vom Gehirn zum Rückenmark darstellt - eine Stilisierung des Sympathikus / Parasympathikus.

Inmitten der Wolke stellt die Idealvorstellung eines Kollektivgedankens dar. Wie bei der Meditation oder einem Gebet denken die verschiedensten Beteiligten einen Gedanken – „Inmitten der Wolke“ – ein kollektiver Gedanke.

Eine Gemeinschaft von Höhen

Die Koexistenz der Höhen steht dafür, daß es ohne Basis keine Stabilität geben kann. Gleichzeitig bewirken die Höhenunterschiede eine Dynamik, die durch die Bezogenheit der Höhen aufeinander ihre Ausgewogenheit bewahrt. Diese Spannung zwischen Dynamik und Ausgewogenheit fordert den Betrachter heraus, vergleichend zu schauen, den Blick schweifen läßt und die Rhythmik zu entdecken. Hier besteht ein Bezug zur Musik: Ein Ton ist noch keine Musik. Ab zwei Tönen kann daraus Rhythmus oder Melodie werden.

 

Geusis In Statu Nascendi Wanderer, Steinskulptur, Material: Serpulit, Reisig Wirbel, Steinskulptur, Material: Serpulit

Bei der Arbeit mit Naturstein stelle ich mir vor allem die Aufgabe, neue Formen zu finden. Das Material so zu formen, dass die Härte und Schwere die von ihm ausgeht, optisch verändert wahrgenommen wird und durch Formgebung zum Beispiel leichte oder weiche Materialien assoziiert werden können. Das natürliche Material inspiriert, stellt mich aber immer wieder vor vollendete Tatsachen.

Tinky. Steinskulptur, Material: Serpulit Eine Gemeinschaft von Höhen

Immer wieder interessant finde ich die Kombination von althergebrachten mit fortschrittlichen Ausdrucksformen.

So verwendete ich bei einigen Skulpturen Neonlicht und Kalkstein. Auf der einen Seite das Neonlicht, bekannt aus der Leuchtreklame und auf der anderen Seite der Kalkstein, seit alters her als Material für die künstlerische Darstellung genutzt.

Euastrum, Material: Serpulit, Standort: Steinzeichen Steinbergen, Steinpark bei Rinteln Klammer, Kalksteinskulptur, Material: Serpulit Kuskis, Steinskulptur, Material: Steatit Liegende, Steinskulptur, Material: Serpulit, Terrazzo Paar, Steinskulptur, Material: Marmor, Hanfseil Quartett, Steinskulptur, Material: Serpulit Reaktion, Steinskulptur, Material: Serpulit