Steinskulpturen von Lutz Wiedemann

Tinky. Steinskulptur, Material: Serpulit Das Baby, Kalkstein Skulptur Wanderer, Steinskulptur, Material: Serpulit, Reisig

Liegende, Steinskulptur, Material: Serpulit, TerrazzoReaktion, Steinskulptur, Material: Serpulit

Bei der Arbeit mit Naturstein stelle ich mir vor allem die Aufgabe, neue Formen zu finden. Das Material so zu formen, dass die Härte und Schwere die von ihm ausgeht, optisch verändert wahrgenommen wird und durch Formgebung zum Beispiel leichte oder weiche Materialien assoziiert werden können. Das natürliche Material inspiriert, stellt mich aber immer wieder vor vollendete Tatsachen.

Euastrum, Material: Serpulit Klammer, Kalksteinskulptur, Material: Serpulit Geusis

Akousis

Akousis

Stimmen, Geräusche, Musik, Klänge: die Welt ist voller Schwingungen. Wir nehmen die Klänge durch unseren Gehörsinn wahr. Im Gehörapparat werden Schwingungen im Corti-Organ durch die inneren Haarsinneszellen als Signal zum Gehirn weitergeleitet.
Erst wenn unser Gehörsinn beschädigt ist oder wir anderweitig beeinträchtigt sind, wird uns klar, wie wichtig dieser Sinn für unser Wahrnehmungsvermögen ist.

Die Welt ohne Klang stellt sich völlig anders dar. Orientierung und Raumgefühl sind unmittelbar durch das akustische Erleben einer Situation geprägt. Dazu sind viele unserer Assoziationen mit Klängen verhaftet.

Ein ständiger Wandel zwischen laut und leise, crescendo und decrescendo bestimmt unseren Alltag. Unser Gehirn schützt uns durch die Ausfilterung des Wesentlichen vor diesem Übermaß an akustischer Information. Zum Bespiel lässt uns nur die Gewöhnung an den Lärm einer Stadt das Alltagsleben dort ertragen. Im Laufe der Zeit kann das Wahrnehmen von kleinsten Geräuschen verloren gehen. Dass Übermaß führt so zu einer Sättigung, die unsere Wahrnehmung ändert.

Akousis (griechisch für Hörsinn) erinnert an dem Zustand vor dieser Gewöhnung. Breit grinsend beißt es eine Trompete deren Trichter mit Fell verkleidet sind. Ohrenschmaus, ein Hinweis die Ohren zu öffnen, Alltägliches neu zu entdecken und sich in die Welt der Klänge zu begeben, zu lauschen und so wieder neue Assoziationen zu finden.


Eine Gemeinschaft von Höhen

Eine Gemeinschaft von Höhen, Serpulit, Igelbälle

Die Koexistenz der Höhen steht dafür, daß es ohne Basis keine Stabilität geben kann. Gleichzeitig bewirken die Höhenunterschiede eine Dynamik, die durch die Bezogenheit der Höhen aufeinander ihre Ausgewogenheit bewahrt. Diese Spannung zwischen Dynamik und Ausgewogenheit fordert den Betrachter heraus, vergleichend zu schauen, den Blick schweifen läßt und die Rhythmik zu entdecken. Hier besteht ein Bezug zur Musik: Ein Ton ist noch keine Musik. Ab zwei Tönen kann daraus Rhythmus oder Melodie werden. Material: Serpulit, L/B/H: 30 x 20 x 40cm


Inmitten der Wolke

Schauen die Betrachtenden durch die um die Skulptur verlaufenden Öffnungen, entdecken sie das wiederkehrende Motiv. Ein Rund mit einem Steg – ein Symbol, welches die Verbindung vom Gehirn zum Rückenmark darstellt - eine Stilisierung des Sympathikus / Parasympathikus.

Inmitten der Wolke stellt die Idealvorstellung eines Kollektivgedankens dar. Wie bei der Meditation oder einem Gebet denken die verschiedensten Beteiligten einen Gedanken – „Inmitten der Wolke“ – ein kollektiver Gedanke.


Wirbel

Wirbel, Steinskulptur, Material: Serpulit

Diese Skulptur wurde entlang einer sich überschlagenden Welle entworfen. Ich machte es mir zur Aufgabe, Bewegung darzustellen. Das “nierenförmige” Detail verändert sich stetig, während es um die innere Struktur des Gestaltungsgerüstes wandert. Das Auge des Betrachters nimmt ein Detail wahr und vergleicht es mit dem folgenden. Da diese sich nur ganz allmählich ändern und sich der Lage innerhalb der Komposition anpassen, wird der Betrachter angeregt, die Bewegung mit den Augen nachzuvollziehen. Material: Serpulit Abmessungen H/B/T : ca. 25/50/25 cm


In Statu Nascendi

In Statu Nascendi

Von Form zu Form. Im Zustand des Entstehens nebeneinander Eins werden. Aus dem Imaginären, unsichtbaren Kern heraus ausgebildet, umeinander und weit nach außen geöffnet, benachbart und doch ineinander übergehend fügen sich die Glieder in einer elliptischen Bahn um das vorgestellte Zentrum. Material: Serpulit B/H/T. ca. 60 x 25 x 50 cm

Liaison Mutuelle


Paar

Paar, Steinskulptur, Material: Marmor, Hanfseil

Diese Skulptur ist Symbol einer Beziehung zweier Menschen zueinander, Freunde, Geschwister, ein Liebespaar, - Menschen, die sich auf Ihrem Weg begegnen und zu einer Partnerschaft kommen. Wechselseitig, nebeneinander, auf den ersten Blick gleich, doch bei genauerer Betrachtung doch sehr unterschiedlich. Miteinander verbunden durch Treue, Zuverlässigkeit und Vertrauen. Das Seil als liegende Acht versinnbildlicht Unendlichkeit und beeinhaltet gleichzeitig durch die unterschiedliche Ausführung der Seilenden einen Widerspruch: zum einen als Schlaufe, d.h. als Wiederkehr, als neue Möglichkeit, zum anderen als auslaufendes Seilende, das wie eine Einbahnstrasse nur in eine Richtung verläuft.

Material: Marmor / Hanfseil Abmessungen: 46 x 20 x 50 cm

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