Manigipô

Der Mensch innerhalb der Schöpfung wird oftmals als zweibeiniges und folglich als zweihändiges Geschöpf bezeichnet. Der aufrechte Gang, der uns in die Lage versetzt, unsere Hände zu benutzen, um Dinge zu ertasten und Werkzeuge zu benutzen, steht am Anfang unserer Geschichte als Mensch.

Mit Hilfe unserer Hände, erfassen und „begreifen“ wir die Welt - und wir verändern Sie. Hände erschaffen und zerstören Mit ihnen bauen wir menschliche Bindungen auf, streicheln und beschützen. Und wir setzem sie ein, um uns mit anderen ganz ohne Worte zu verständigen. Auch in der Kunst, tauchen die Hände in einem sehr frühen Stadium der Menscheitsgeschichte auf.

Unter den ältesten künstlerischen Zeugnissen der Menschheit - bei Höhlenmalerei und Felszeichnungen - finden sich menschliche Handabdrücke und Nachzeichnungen der Hand. Diese authentischen menschlichen Zeugnisse wirken wie Unterschriften. Der Urheber schafft durch die Abdrücke seiner Hand ein Symbol für sich selbst als handeldes Individuum.

Bei meinem Objekt Manigipô entsteht durch die massive Anhäufung von gefüllten, gelben und roten Handschuhen ein bewegtes Bild mit starker Dynamik. Hände greifen ins Leere. Werden zur Hilfe gereicht, wollen begrüßen. Sie drehen sich oder wenden sich ab. Hände sehen wir jeden Tag und nehmen sie nicht mehr besonders wahr. Hier dringen sie aus einer Fläche und machen uns deutlich, auf wie unterschiedliche Weise man eine ausgestreckte Hand interpretieren kann.

Material: Gummihandschuhe, Abmessungen: ca. 60 x 80 x 13 cm

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